Todesstaub: Uran-Munition und ihre Folgen

31.08.2022 / 20.00 Uhr / Peterskirche Leipzig

Todesstaub: Uran-Munition und ihre Folgen (BRD 2007, deutsch)

Die Dokumentation erzählt von einem Kriegsverbrechen: dem Einsatz der
Uranmunition im Irak, im Bosnienkrieg und im Kosovo. Uranmunition durchdringt
einen feindlichen Panzer wie ein Messer die Butter. Dabei verbrennt das radioaktive
Uran, das zudem hochgiftig ist und eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren hat,
zu winzigsten Nanopartikeln. Eingeatmet können sie tödliche Krebstumore
verursachen und den genetischen Code aller Lebewesen für viele Generationen
deformieren. In den betroffenen Ländern sind dadurch inzwischen ganze Regionen
unbewohnbar geworden. Der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe Dr. SiegwartHorst Günther machte nach dem Golfkrieg 1991 als erster auf die verheerenden
Folgen von solchen Urangeschossen aufmerksam. Der Film begleitet ihn und seine
amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im
Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition
eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen
besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des letzten
Irak-Krieges entdeckten die Expertinnen und Experten in der Umgebung von Basra
kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche
Erdstrahlung um das 20’000-Fache übertrifft. Uran-Munition wird auch heute noch in
verschiedensten Kriegen auf der Welt eingesetzt, obwohl die Langzeitschäden
bekannt sind.

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