Abgesagt: Schneeblumen-Ge­den­ken am 13. April

Foto: Verlag Hentrich & Hentrich

An die 1300 ungarisch-jüdische Frauen und 250 französische politische Gefangene wurden im eisigen Regen in der Nacht des 13. April 1945 vom KZ-Außen­lager Mark­kleeberg durch Leipzig auf einen Marsch nach Theresien­stadt getrieben. Viele von ihnen überlebten den Marsch nicht. Daran wollten wir am 13. April erinnern.

Das Schneeblumen-Gedenken musste jedoch auf­grund der neuen Ausgangs­beschränkungen in Leipzig schweren Herzens abgesagt werden. Das ist sehr schade, da die Vorberei­tungen so gut wie fertig waren und viele Menschen Ideen und Zeit investiert haben, um das Projekt zu unter­stützen.

Wir planen für das nächste Jahr, wiederum am 13. April, einen Schneeblumen-Gedenkweg, wie er 2015 schon statt­gefunden hat, als zahl­reiche Menschen – aus Leipzig, Markklee­berg, Frank­reich und Ungarn – gemeinsam schweigend die ersten acht Kilometer des Leidens­weges gingen.

Buchtipp

Unter dem Titel »Schneeblumen« erscheinen voraus­sichtlich im April die Erinne­rungen von Zahava Szász Stessel an die Zeit im Lager und den entbeh­rungs­reichen Marsch im Verlag Hentrich & Hentrich.

Notenspur Leipzig e. V. und Flügelschlag Werkbühne e. V.

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