Rumänienhilfe

In der Ev.-Luth. Sophienkirchgemeinde haben sich Menschen zusammen­gefunden, die in Rumänien Hilfe leisten.

Unter Leitung von Jens Funke wurden Geldspenden gesammelt, damit rumä­nische Firmen Brunnen bohren konnten, denn noch immer gibt es im EU-Land Rumänien Ortschaften, wo Bewohner sich ihr Wasser von Brunnen fernab der Wohnung holen müssen. Brunnen am Haus sind da schon eine große Erleichterung. Inzwischen befindet sich die Rumänienhilfe Leipzig e. V. in Gründung, die Anerkennung als gemeinnützig steht unmittelbar bevor.

In der Karwoche fuhren zehn Freiwillige einen Transport mit gespendeten Sachen nach Rumänien. Mit drei Fahrzeugen ging die Fahrt bis an den östlichen Rand der EU. Ich konnte meinen Trailer zur Verfü­gung stellen, der immerhin bis zu einer Tonne transportieren kann. Wir waren zwei Tage unterwegs, an unserem Ziel wurden wir in einer Sozialstation unterge­bracht, die vom Verein »Noua Hilfe« ge­führt wird. Von dort fuhren wir zu armen Wohngegenden, um dort die hierzulande gespendeten Sachen zu verteilen. Wir wurden stets erwartet und mit großem Hallo empfangen. Einige Gemeindeglie­der dort führten für uns ein kleines Kon­zert in einer Kirche auf.

Die Gegenden und einzelnen Gehöfte, die wir angesteuert haben, sind von Ru­mänen, aber überwiegend von Roma be­wohnt, die keine ausreichende staatliche Hilfe zu erwarten haben. Wir mussten se­hen, dass Familien mit vielen Kindern in einer Art Bretterbude von vielleicht 25 m2 Fläche gestampften Bodens leben, noch ohne eigenen Wasseranschluss, als WC dient der nahe Wald!

Unser Organisator, ein Baptistenpfarrer, der eine genossenschaftlich organisierte Brotfabrik gegründet hat, kennt die Be­dürftigen, so dass wir sicher sein konnten, dass die Spenden dort ankommen, wo sie benötigt werden. Aus der Brotfabrik wurden gesponserte Lebensmittelpäckchen verteilt, für die mehrere Menschen mit Pferdefuhrwerken anreisten, um diese in Empfang zu nehmen.

Die Rumänienhilfe Leipzig e. V. wird in Absprache mit dem rumänischen Partner­ nach weiteren Projekten suchen, um das Leben dieser Menschen zu er­leichtern.

Ich selbst habe das Gesehene und Er­lebte noch nicht vollständig verarbeitet. Aber voraussichtlich werde ich mich an der nächsten Fahrt Ende August wieder beteiligen.

Wir freuen uns über jeden, der mithelfen möchte! Ob mit Spenden oder aktiver Unterstützung, es wird gebraucht.

Erich Liebisch

Weitere Informationen hier.

Zurück