Einladung für 21. Oktober

Orgel-Punkt-Zwölf wird 25

Am Donnerstag, dem 21. Oktober 2021, können wir 25 Jahre „Orgel-Punkt-Zwölf“ feiern. Dazu laden wir recht herzlich ein. 

Um 12 Uhr gibt es wie gewohnt einen Orgelpunkt mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ an der Jahn-Orgel. Das geistliche Wort wird Superintendent Sebastian Feydt halten. 

Für 19.00 Uhr planen wir ein Benefizkonzert zugunsten des Orgelprojekts der Peterskirche mit anschließendem Empfang, soweit dies laut der dann aktuellen Corona-Situation möglich ist. Genauere Informationen geben wir bald auf der Website www.bauverein-peterskirche-leipzig.de bekannt. 

Seit der Gründung des Orgelförderkreises des Fördervereins 1995 konnten wir 153.000 € an Spenden und Kollekten als Eigenmittel aufbringen. Dafür möchten wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich bedanken! Wie bei anderen Projekten zählt auch hier jeder Euro, der durch Fördermittel vervielfacht wird.

 

Zum Orgelprojekt

Als am 5. Dezember 1885 in der Peterskirche die von Wilhelm Sauer gebaute Orgel nach französischem Stil eingeweiht wurde, war dies ein Aufsehen erregendes Ereignis, denn mit ihren sechzig Registern und drei Manualen war die „Sauer-Orgel“ nicht nur ein zentrales Merkmal der neogotischen kathedralartigen Kirche in Leipzig – vielmehr war die Orgel auch eine der größten der Stadt. Die Sauer-Orgel von Peters bewirkte Nachbauten in Leipzig, zum Beispiel in der Thomaskirche, und darüber hinaus.

Doch mit der Zerstörung von Teilen der Kirche im zweiten Weltkrieg verstummte das majestätische Instrument, das zum Lob Gottes gebaut worden war. Nur der Prospekt, das Gesicht der Orgel, blieb mit einigen Lücken als Erinnerung erhalten. Viele, auch langjährige Gemeindemitglieder, sowie mit der Peterskirche verbundene Menschen haben den vielfältigen und imposanten Klang der großen Orgel nie gehört. Das möchten wir ändern. Kirchenvorstand und Förderverein haben 2001 einen Neubau beschlossen.

Nach Empfehlungen eines Expertengremiums aus international anerkannten Künstlern und Orgelsachverständigen eignet sich für den Neubau ein Instrument, dessen Konstruktion und Klangbild auf einer französischen symphonischen Orgel basiert, und zwar nach Vorbild des im 19. Jahrhundert sehr bedeutenden Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll. Dieser hatte eine neue Mechanik, die sogenannte Barker-Maschine, in den Orgelbau eingeführt, um Instrumente leichter spielbar zu machen. Er entwickelte zudem neuartige Orgelpfeifen, die ein orchestrales Klangbild entstehen ließen. Wilhelm Sauer hatte selbst bei Cavaillé-Coll in Frankreich gelernt und seine Erfahrungen in seinen eigenen Orgelbau einfließen lassen. Seine für die Peterskirche gebaute Orgel gehörte zu seinen bedeutendsten Werken.

Birgit Pfeiffer, Andreas Kimme

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