Klausurtag des Kirchenvorstands

Noch ist sie im Kindesalter, die Kirchgemeinde im Leipziger Süden, 2020 wurde sie gegründet. Aber sie ist quicklebendig und vieles in ihr wächst und nimmt Gestalt an.

Am 5. November traf sich der Kirchenvorstand, um an einem Klausurtag eine Zwischenbilanz zu ziehen und an der gemeinsamen Perspektive für die Zukunft zu arbeiten. Wo stehen wir? Was ist uns gelungen? Wo wollen wir hin? Und wie gelingt uns das?

Mit diesen Fragen kann man einen Tag problemlos füllen, und mit kompetenter Moderation erst recht. Dr. Klaus Ziller, Pfarrer und Gemeindeberater aus Erfurt, begleitete uns durch den Tag.

Erstaunlich war im ersten Arbeitsschritt am Vormittag die weitgehende Übereinstimmung in der Einschätzung darüber, was durch die Fusion der ehemals selbständigen Kirchgemeinden gewonnen wurde: Das Arbeiten im Team, die größeren finanziellen Spielräume, konkrete Projekt und neue Formate in der Kirchenmusik und in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurden genannt. Aber auch die offenen Baustellen kamen zu Wort, und auch da war auffällig, dass sich in der Zwischenzeit ein gemeinsames Problembewusstsein entwickelt hat. Ein gutes Zeichen für das Miteinander und den Austausch zwischen den einzelnen kirchlichen Orten.

Anschließend wurde es kreativ: Eine Bildergalerie unter der Überschrift „2026“ wurde gestaltet. Eine lange Festtafel, sogar über den Bildrand hinaus, ein Kirche mitten in der Stadt mit einem festlich gedeckten Tisch davor, ein Weinberg, ebenfalls mit einer Festtafel daneben, und zweigeteiltes Bild aus einer Leuchtturmlandschaft bzw. einer Kletterpflanze waren die Motive, die entstanden und anschließend interpretiert wurden.

Nach dem Mittagessen wurde an diesen Bildern weitergearbeitet. Es wurden Qualitätsmerkmale definiert und an die Bilder angepinnt. Wie wollen wir 2026 als Gemeinde wahrgenommen werden? Wurzelnd, kooperativ, hörend, streitbar, unangepasst, aber veränderungsfähig – das waren nur einige der Merkmale, die da genannt wurden.

Zum Abschluss wurden noch konkrete Verabredungen zur Weiterarbeit getroffen, und dann war dieser kreative, intensive und doch gut gelaunte Tag auch schon vorbei. Es wird nicht der letzte seiner Art gewesen sein.

Zurück