Kirchenvorstandswahlen 2026
13. September 2026 | Kirchgemeinde im Leipziger Süden
In diesem Jahr ist es wieder so weit. Am 13. September wird ein neuer Kirchenvorstand für die Kirchgemeinde im Leipziger Süden gewählt, und es werden neue Ortsausschüsse für die kirchlichen Orte Bethlehem, Peters, Connewitz-Lößnig und Marienbrunn gebildet. Für diese Gremien brauchen wir Gemeindeglieder, die bereit sind, Leitungsverantwortung in unserer Gemeinde und an den kirchlichen Orten zu übernehmen.
Haben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt, für den Kirchenvorstand zu kandidieren?
Wir möchten Ihnen kurz vorstellen, was Sie erwartet, wenn Sie im Kirchenvorstand mitwirken: Das ist zunächst eine Runde mit freundlichen Menschen, die gemeinsam den Wunsch haben, die noch junge Kirchgemeinde im Leipziger Süden in ihren nächsten Entwicklungsschritten zu gestalten. 2020 wurde die KG Süd gegründet. Das war ein mutiges Unterfangen. Heute werden wir im Kirchenbezirk immer wieder als ein positives Beispiel dafür genannt, wie die Fusion ehemals selbstständiger Gemeinden gut gelingen kann. Vertrauen ist gewachsen, und der Blick über die ehemaligen Gemeindegrenzen wird immer selbstverständlicher. Gemeinsame Projekte und Gottesdienste, oder die gemeinsame Website stärken das Miteinander. All dies verantworten nicht allein die angestellten Mitarbeitenden, sondern vor allem der Kirchenvorstand als Leitungsgremium, in dem die Ehrenamtlichen in der Mehrheit sind.
Wichtig für die Arbeit im Kirchenvorstand ist die Bereitschaft nicht nur für den eigenen Ort, sondern auch für die anderen Orte und die Schwesterkirchgemeinden Verantwortung zu übernehmen. Es ist absehbar, dass in den nächsten 6 Jahren – so lange dauert eine Legislatur – weitere Veränderungen anstehen. Eine Fusion mit den aktuellen Schwesterkirchgemeinden Andreasgemeinde, Kirchenquartett und Markkleeberg ist sehr wahrscheinlich. Das bietet neue spannende Möglichkeiten, aber erfordert natürlich auch gute Entscheidungen.
Unser Vorteil ist, dass bis heute an den kirchlichen Orten Bethlehem, Peters, Connewitz-Lößnig und Marienbrunn ein vielfältiges kirchliches Leben und wöchentliche Gottesdienste stattfinden. Das Gemeindeleben in unseren Orten ist nach der Fusion stabil geblieben, an manchen Stellen nach der Pandemie auch wieder neu gewachsen. Die Verantwortung dafür wird in erster Linie von den Ortsausschüssen wahrgenommen. Auch hierfür brauchen wir Menschen mit Lust am Gestalten und mit der Bereitschaft, ihre eigenen Vorstellungen von einem schönen Gemeindeleben einzubringen. Im Ortsausschuss geht es häufig um die praktischen Entscheidungen mit unmittelbaren Auswirkungen vor Ort. Auch hier stoßen oft genug unterschiedliche Perspektiven aufeinander, und es geht darum, im Austausch miteinander gute Lösungen zu finden.
Die schönste Erfahrung in der Leitung der Gemeinde – sei es im Kirchenvorstand oder im Ortsausschuss – geschieht immer dann, wenn im Verlauf einer gemeinsamen Diskussion eine neue Perspektive aufleuchtet, die vorher noch nicht da war und von der man weiß, dass sie nur im gemeinsamen Hören und Austauschen entstehen konnte. Das sind dann Momente, dir mir zeigen, dass nicht nur wir Menschen die Kirche leiten, sondern dass wir als Gemeinde letztlich von Jesus Christus geleitet werden und die Kreativität von Gottes Geist unter uns wirkt.
Aber weil wir Menschen daran beteiligt sind, brauchen wir Ehrenamtliche, die ihre Zeit und Kraft für die Gemeinde zur Verfügung stellen. Darum bitten wir Sie herzlich sich zu überlegen, ob Sie sich eine Kandidatur vorstellen können. Das Mindestalter für die Kandidat*innen liegt bei 18 Jahren. Viele der aktuellen Mitglieder haben Ihre Bereitschaft signalisiert, wieder zu kandidieren. Manche scheiden aber auch aus, so dass in jedem Fall neue Kandidierende willkommen sind. Falls Sie Fragen haben, sprechen Sie gerne die aktuellen Mitglieder der Gremien oder uns Pfarrpersonen an.
Und eine letzte Bitte an alle, die mindestens 14 Jahre alt sind: Bitte gehen Sie am 13. September zur Wahl, oder machen Sie per Briefwahl von Ihrem Wahlrecht Gebrauch. Wahlorte und Wahlzeiten sowie das Vorgehen bei Briefwahl werden in den Gottesdiensten durch Plakate und auf der Webseite rechtzeitig bekannt gegeben. Die Kandidierenden haben es verdient, dass viele Menschen durch die Teilnahme an der Wahl ihr Interesse kundtun. Und es stärkt das evangelische Prinzip von Kirchenleitung, das nicht hierarchisch strukturiert ist, sondern Leitung aus der Gemeinde heraus stark macht. Vom 14.–28. Juni liegen die Wähler*innenlisten nach den Gottesdiensten aus, dort können Sie prüfen, ob Sie am richtigen Ort registriert sind. Gemeinsam gestalten wir das Leben in der Gemeinde – schön, wenn Sie dabei sind!