Gemeindestruktur – »Schwestern und Brüder«

Diese Anrede aus den Briefen der frühen Gemeinden machte deutlich: die Unterschiede zwischen Menschen spielen vor Gott keine Rolle. Egal, ob jemand als Sklave oder »Besitzer«, als Grieche oder Jude, als Kind, Mann oder Frau in der Gemeinde ist – wir alle sind Kinder Gottes und Geschwister.

In der Bezeichnung »Schwesterkirch­gemeinde« findet dieser Gedanke seinen Nieder­schlag. Verbunden in der Bot­schaft, auch in mancher Struktur, aber ver­schieden in der Aus­gestaltung. Mit dem Kirchen­quartett sind wir nun seit Anfang des Jahres verbunden, haben einen schönen Sommer­gottesdienst in Wachau gefeiert und wollen das neue Jahr in der Peters­kirche gemein­sam begrüßen. Den Blick zu weiten und Neues mit­einander zu gestalten, dazu eröffnet die Ver­bindung den Raum. Die Landes­synode hat diesen Prozess der regio­nalen Zusammen­arbeit an­gestoßen, und das Landes­kirchen­amt weist mit Nach­druck darauf hin.

Auf diesem Hintergrund sind die Kirchen­vorstände der Andreas­gemeinde, des Kirchen­quartetts und der Kirch­gemeinde im Leipziger Süden in Verhand­lungen ein­getreten und arbeiten an der Formu­lierung eines für alle Seiten (und das Landes­kirchenamt) akzep­tablen Schwesterkirch­vertrages. Was zunächst formal klingt, hat auch schon in den Verhand­lungen dazu geführt, dass wir uns besser wahr­nehmen – ein Gewinn unter Ge­schwistern. Bitte begleiten Sie diesen Weg mit Ihrem Gebet.

Pfarrer Christoph Reichl

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