Ewigkeitssonntag

Am letzten Sonntag des Kirchen­jahres hat seit Jahrzehn­ten das Gedenken an die Verstor­benen seinen Platz. Für viele heißt deshalb der Sonntag auch Toten­sonntag. Menschen gehen zu den Gräbern, erinnern sich an liebe Menschen.

Für mich hat diese Erinnerung eine besondere Farbe: Weiß! Ich vertraue darauf, dass Ostern gerade hier seine Kraft ent­faltet, dass Christus die Verstor­benen nicht fallen­lässt. Diese Hoffnung findet in den Lichtern, Liedern und Texten der Gottes­dienste am 22. November Ausdruck und möchte auch Sie trösten. Deshalb laden wir nicht zum Toten­sonntag, sondern zum Ewigkeits­sonntag ein.

In den Gottesdiensten werden die Namen der in diesem Jahr kirchlich Bestatteten in der Fürbitte vor Gott gebracht, in der Paul-Gerhardt-Kirche in einem Predigt­gottes­dienst, in der Gethsemane­kirche in einem Abendmahls­gottesdienst. Vielleicht ist das auch eine Gelegen­heit darüber nach­zudenken, was Ihnen selbst Hoffnung gibt und was Sie bewegt, wenn Sie über Leben, Sterben und Ewig­keit nach­denken. Ich möchte Sie ausdrück­lich ermutigen, nicht nur mit uns Pfarr­personen oder in der Gemeinde darüber zu sprechen, sondern auch mit Ihren Kindern und Enkeln – nur so können wir die Kraft weiter­geben, die in unserem Glauben liegt.

Pfarrer Christoph Reichl

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