Diakonie-Jahresprojekt 2025
Obdachlosigkeit ist ein drängendes Problem in unserer Gesellschaft, das jedoch häufig im Verborgenen bleibt. Viele Menschen, die auf der Straße leben, sind nicht nur mit materiellen Entbehrungen konfrontiert, sondern auch mit Einsamkeit und Ausgrenzung. Der Handlungsdruck ist also groß, doch ihm wird bislang nicht ausreichend Beachtung geschenkt.
Die Kirchgemeinden im Leipziger Süden setzen sich aktiv für die Unterstützung wohnungs-loser Menschen ein und planen, im Jahr 2025 mehrere Unterstützungsprogramme zu fördern. Mit unterschiedlichen Aktionen soll das Bewusstsein für die Thematik geschärft und die Gemeinden mobilisiert werden. Näheres erscheint in der nächsten Ausgabe der Treffpunkte.
Menschen in Wohnungs-Not 2025
Was bedeutet es wohnungslos zu sein? Wir haben 2025 versucht, darauf etwas genauer zu schauen und verschieden Projekte unterstützt, die Menschen in dieser Not helfen. Dabei ist in den einzelnen kirchlichen Orten einiges passiert:
- In Connewitz wurden Brote für die Bahnhofsmission geschmiert. Dort werden hungrige Reisende versorgt und auch Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen am Bahnhof gestrandet sind, geholfen.
- Info-Abend mit Vikarin Kristin Sommerschuh am 6. März in Connewitz
- In Peters gab es beim Gemeindekirchentag einen Workshop mit Niels Richter vom Teekeller Quelle/Diakonie, mit Fakten, Zahlen und Tipps für Prävention. Von ihm erfuhren wir auch den Unterschied zwischen wohnungslos und obdachlos.
- Ein Gesprächskreis zum Thema fand im Maltheser Stift mit Kristin Sommerschuh statt
- In Peters wurden Sachspenden für den Verein Timmi To Help abgegeben und dorthin gefahren
Außerdem hatten sich die kirchlichen Orte Projekte ausgesucht, die mit monatlichen Ausgangskollekten unterstützt wurden:
- Marienbrunn: Teekeller und Oase der Diakonie
- Connewitz Lössnig: CABL e.V. (Clearingstelle und Anonymer Behandlungsschein Leipzig e.V)
- Bethlehem: Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen des Advent-Wohlfahrtswerk e.V.
- Peterskirche: TIMMI toHelp e.V.
In den kirchlichen Orten waren Plakate zum Jahresprojekt zu finden, dort werden die unterstützten Projekte genauer vorgestellt.
Wie geht es weiter? Wir sind uns im Ausschuss einig, dass das Thema Wohnungsnot ein sehr weites Feld ist, wir könnten noch viel mehr tun und besser Bescheid wissen. Ab wann ist ein Mietverhältnis gefährdet? Welche finanzielle Unterstützung gibt es? Wenn jeder Cent umgedreht werden muss, wie kann man Hilfe bekommen?
Das Jahresprojekt für 2026 soll nach Votum des Kirchenvorstandes noch einmal die Hilfe für Menschen in Wohnungs-Not sein. Wir haben weitere spannende Projekte gesucht und freuen uns über Hinweise auf Vereine und Initiativen, die Hilfe anbieten. Die Ortsausschüsse werden sich wieder Spendenziele aussuchen, die unterstützt und besser kennen gelernt werden sollen.
Der Diakonieausschuss der ev. Luth. Kirchgemeinde im Leipziger Süden.