Capella Fidicinia musiziert am 23. Mai
Zu den 34. Festtagen der Capella Fidicinia im Jahr 2026 steht – wie in jedem Jahr – eine komplette Messvertonung, die „Missa In te Domine speravi“, im Zentrum des Programms. Dem Hauptwerk vorangestellt wird dessen Vorlage: die sechsstimmige Motette „In te Domine speravi“. Beide Kompositionen entstammen der Feder des bedeutenden kosmopolitischen frankoflämischen Komponisten Orlando di Lasso (1532-1594), der nicht nur die vier europäischen Hauptsprachen seiner Zeit (Lateinisch, Italienisch, Französisch und Deutsch) fließend sprach, sondern in jeder diese Sprachen auch hochqualitative Musik mit gehobenen Ansprüchen an die Beteiligten verfasste.
Zunächst aber eröffnet ein spätmittelalterliches Organum um 1200 das Konzert, gefolgt von einer Pfingstmusik („Veni creator spiritus“) des altenglischen Meisters John Dunstable (um 1390-1453), bevor die fünfstimmigen Motette „Herr, wie lang willst du mein so gar vergessen“ aufgeführt wird, komponiert von Thomas Stoltzer (um 1480-1526), dessen 500. Todestag im nächsten Jahr gedacht wird.
Am Ende des Programms werden mehrere Strophen eines deutschsprachigen Pfingstliedes von Martin Luther in verschiedenen Vertonungen (u. a. von Johann Walter und Hans Leo Hassler) stehen, wobei hier auch die Zuhörergemeinde zum Mitsingen eingeladen wird.
Es singen und musizieren Vokal- und Instrumentalsolisten der Capella Fidicinia Leipzig;
Programmkonzeption und Leitung: Martin Krumbiegel.
Herzliche Einladung am 23. Mai 2026, 19:00 Uhr, in die Paul Gerhardt-Kirche!
Eintrittskarten für 20 Euro (ermäßigt 10 Euro) in der Musikalienhandlung Oelsner und an der Abendkasse.