Geschichte

Marienbrunn hat seinen Namen von einer gleichnamigen Quelle. Sie ist heute wieder zu sehen im Park gegenüber der Tankstelle "An der Tabaksmühle". Eine Pilgerin soll sie und ihre heilende Wirkung 1441 entdeckt haben. Erst viel später, ab 1913 ist das heutige Marienbrunn anlässlich der Internationalen Baufachausstellung als Gartenstadt besiedelt worden. Und damit begann auch die Geschichte unserer Kirchgemeinde.

Die Geschichte des Gemeindehauses Marienbrunn begann mit dem Zuzug evangelischer Christen in die Häuser des frisch errichteten Areals der Internationalen Baufachausstellung von 1913 »Gartenvorstadt Marienbrunn«. Zunächst war die Gemeinde an die Connewitzer Paul-Gerhardt-Kirche gewiesen. Bald entstand der Wunsch, Gottesdienste in Marienbrunn feiern zu können.

Am 2. September 1928 wurde das Gemeindehaus Leipzig-Marienbrunn eingeweiht. Es wurde der Kirchgemeinde zur hauptsächlichen Nutzung übergeben – es sollten aber weitere Veranstaltungen hier Platz finden.

In der Nachkriegszeit wurde der Gemeindesaal in einen Kirchsaal umgebaut. Der Altarbogen wurde eingebaut und das Christophorusfenster eingesetzt.

Am 1. April 1950 wurde die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Marienbrunn gegründet.

In den 70er Jahren wurde die Gemeinde Modellgemeinde für Familienarbeit.

In den 80er Jahren entstand eine gute und stabile Partnerschaft mit der Duinzichtkerk in Den Haag, die bis heute Bestand hat.

Die Jahre nach 89 waren durch Strukturfragen geprägt.

Seit dem 1. Januar 2020 gehört die Gemeinde Marienbrunn zur Ev.-Luth. Kirchgemeinde im Leipziger Süden.

Folgende Pfarrer prägten die Arbeit in Leipzig-Marienbrunn:

1925–1931: Pfr. Kurt Zeuschner

1931–1932: Pfr. Heinrich Paul

1933–1967: Pfr. Erich Kröning

1967–1992: Pfr. Hans-Dietrich Weichert

1971–1980: Pfr. Manfred Falkenau

1982–2003: Pfr. Wolfgang Böllmann

1993–2000: Pfr. Stefan Zieglschmid

2003–2014: Pfr. Michael Böhme

Seit 2015: Pfr. Jörg Sirrenberg

Das Gemeindehaus war ein Haus des Trostes für Menschen, die Trost suchten, und möchte gern für Menschen weiterhin eine gute Quelle auf dem Weg sein.

Christen aus Marienbrunn gingen zuerst nach Connewitz zum Gottesdienst. Dann feierten sie Gottesdienst in einer Gaststätte, bis 1928 das Gemeindehaus gebaut wurde. De facto ist Marienbrunn seit 1932, rechtlich erst seit 1950 eine eigenständige Gemeinde. Durch das Hinzukommen des Neubaugebietes in Lößnig gab es fast 30 Jahre lang sogar zwei Pfarrer in Marienbrunn.

Vom 1. August 2006 bis 31. Dezember 2019 bestand eine Schwesterkirchverbindung zwischen der Auenkirchgemeinde und Marienbrunn. Durch eine tiefgreifende Strukturreform in ganz Sachsen vereinigten sich am 01. Januar 2020 die Peterskirchgemeinde, die Bethlehemgemeinde, die Paul-Gerhardt-Kirchgemeinde und Marienbrunn zur Ev.-Luth. Kirchgemeinde im Leipziger Süden, die zugleich eine Schwesterkirchverbindung mit dem Kirchenquartett (Probstheida, Störmthal, Güldengossa, Wachau) bildet.