Fragen und Antworten zum Kirchgeld

Die Orte unserer Kirchgemeinde bitten Ihre Gemeindeglieder in jedem Haushaltsjahr darum, Ihren Anteil zur Finanzierung unserer Gemeindearbeit in Form des Ortskirchgeldes beizutragen. Dazu bekommen alle Haushalte bzw. Gemeindeglieder über 16 Jahre einen Spendenaufruf und im Herbst eine Erinnerung.

Da sich mit dem Ortskirchgeld nicht selten viele Fragen, manchmal auch Verärgerung verbindet, haben wir hier ein paar Informationen für Sie zusammengestellt - und hoffen so dazu beizutragen, dass auch Sie uns unterstützen.

Das Ortskirchgeld ist für die Finanzierung der Gemeindearbeit an den kirchlichen Orten unabdingbar. Auch wenn der Anteil in den einzelnen Gemeindeteilen schwankt, ist das Ortskirchgeld mit ca. 25% eine wichtige Säule in den Einnahmen des kirchgemeindlichen Haushalts (siehe Grafik der Bethlehemgemeinde vor der Vereinigung).

Sollten dennoch Fragen unbeantwortet bleiben, so wenden Sie sich bitte persönlich an uns.

FAQ Kirchgeld

Was ist das „Kirchgeld"?

Das „Kirchgeld“ oder "Ortskirchgeld" ist eine Ortskirchensteuer der Kirchgemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und wird juristisch korrekt als "allgemeines Kirchgeld" (im Gegensatz zum "besonderen Kirchgeld") bezeichnet.

Da es das Kirchgeld nicht in allen Gliedkirchen der EKD gibt, führt es gerade bei "Neu-Sachsen" manchmal zu Erstaunen. Anders als die Kirchensteuer, die über das Finanzamt an die Landeskirche gezahlt und von dort den Gemeinden zugewiesen wird, wird das allgemeine Kirchgeld direkt von den Ortsgemeinden erhoben, auf deren Konto überwiesen – und auch zu 100% dort verwendet.

Warum erhalte ich Post von der Kirchgemeinde im Leipziger Süden?

Sie sind beim Einwohnermeldeamt der Stadt Leipzig als Mitglied der evangelischen Kirche erfasst. Das Einwohnermeldeamt leitet Ihre Adressdaten automatisch an unser Melderegister weiter. Jede Adresse ist einer Kirchgemeinde und einem Seelsorgebezirk zugeordnet.

Durch Ihren (Haupt-)Wohnsitz in der Kirchgemeinde im Leipziger Süden werden Sie zunächst automatisch einem unserer kirchlichen Orte (Bethlehemgemeinde, Gemeinde Connewitz-Lößnig, Gemeinde Marienbrunn oder Peterskirche) angeschrieben.

Wie finde ich die richtigen Bankverbindungsdaten (IBAN/BIC)?

Jeder unserer kirchlichen Orte führt ein eigenes Kirchgeldkonto. Deshalb gibt es für das Kirchgeld auch eine andere Bankverbindung als für Spenden und Überweisungen. Für Ihre Kirchgeldzahlung verwenden Sie bitte die untenstehenden Kontoverbindungen.

Bitte geben Sie im Verwendungszweck Kirchgeld [Jahr] und Ihren Namen und wenn möglich Ihre Kirchgeldnummer an.

Kontoinhaber ist immer: Ev. Luth. Kirchgemeinde im Leipziger Süden

Bethlehemgemeinde IBAN: DE15 3506 0190 1800 2170 12

Gemeinde Connewitz-Lößnig IBAN: DE60 3506 0190 1636 8000 11

Gemeinde Marienbrunn IBAN: DE37 3506 0190 1800 2170 04

Peterskirche IBAN: DE90 3506 0190 1800 2170 20

Was ist das „besondere Kirchgeld“?

Das besondere Kirchgeld ist etwas anderes als das allgemeine Kirchgeld. Das besondere Kirchgeld hat mit dem Kirchgeldbrief, den Sie erhalten haben, nichts zu tun. Das besondere Kirchgeld wird separat erhoben, z.B. bei bestimmten Konstellationen in glaubensverschiedenen Ehen oder wenn ein Ehepartner keiner kirchensteuererhebenden Körperschaft angehört.

Wer ist kirchgeldpflichtig?

Kirchgeldpflichtig sind alle Kirchgemeindeglieder ab Vollendung des 16. Lebensjahres, die eigene Einnahmen oder eigenes Vermögen haben. Als Einnahmen im vorstehenden Sinne gelten Einkünfte aus beruflicher Tätigkeit, Renten, Stipendien, Leistungen nach dem BAföG, laufende Unterstützungen, Unterhalt und Familienaufwand, freiwillige Zuwendungen sowie vergleichbare Einkünfte.

Ich zahle monatlich Kirchensteuer. Wieso soll ich auch allgemeines Kirchgeld zahlen?

Ihre monatliche Landeskirchensteuer wird über das Finanzamt an die Landeskirche Sachsen gezahlt. Dieses Vorgehen erspart der Landeskirche ein aufwendiges eigenes Steuereinzugssystem. Von der Landeskirche aus wird das Geld über einen Verteilerschlüssel an die einzelnen Kirchgemeinden in Sachsen zugewiesen. Dem Verteilerschlüssel liegt dabei unter anderem die Anzahl von Mitgliedern der einzelnen Kirchgemeinden zu Grunde.

Das allgemeine Kirchgeld ist auch Teil Ihrer Kirchensteuer: Die so genannte Ortskirchensteuer. Dieser Teil der Kirchensteuer wird jedoch nicht über das Finanzamt erhoben. Das Erhebungsverfahren auf Grundlage Ihrer gewissenhaften Selbsteinschätzung und direkten Zahlung an die Ortsgemeinde ist einfach und für uns als Kirchgemeinde mit vergleichsweise geringem Verwaltungsaufwand leistbar. Ihr Kirchgeld wird zu 100% in unserer Kirchgemeinde verwendet. Es stärkt den Haushalt der kirchlichen Orte und trägt dazu bei, unsere kirchgemeindlichen Aufgaben zu erfüllen.

Obwohl das Kirchgeld - anders als die Landeskirchensteuer - von der Kirchgemeinde erhoben wird und auch dort verbleibt, also gerade keine Doppelbesteuerung vorliegt, kann, wer die Notwendigkeit dieser Einnahme für seine Kirchgemeinde nicht nachvollzieht, gezahlte Landeskirchensteuer auf das von ihm zu entrichtende Kirchgeld anrechnen lassen.

Wie hoch ist mein allgemeines Kirchgeld?

Das allgemeine Kirchgeld beträgt 0,3% Ihrer Einnahmen. Der Mindestbetrag liegt bei 6 Euro pro Jahr, also 50 Cent im Monat. Die tabellarische Staffelung erfolgt nach Maßgabe der finanziellen Leistungsfähigkeit. Eine Tabelle als Orientierungshilfe finden Sie unten in diesem Abschnitt. Da wir die Einkünfte unserer einzelnen Gemeindemitglieder nicht kennen, bitten wir Sie um eine Selbsteinstufung anhand Ihres Nettoeinkommens mit Hilfe der Kirchgeldtabelle. Wir vertrauen dabei ganz auf Sie.

Wofür wird das allgemeine Kirchgeld verwendet?

Ihr Kirchgeld wird zu 100% für unsere Gemeindearbeit verwendet. Einen guten Überblick über deren Vielfalt unseres Gemeindelebens können Sie gewinnen, indem Sie sich auf unserer Internetseite umschauen, oder unsere Gemeindenachrichten studieren

Jeder unserer kirchlichen Orte hat ein eigenes Profil - das Kirchgeld wird für die Arbeit vor Ort verwendet und trägt dazu bei, die Ortsausschüsse handlungsfähig zu machen.

Kann ich mein allgemeines Kirchgeld steuerlich geltend machen?

Ja. Ortskirchensteuern und Landeskirchensteuer sind Kirchensteuern und können unbeschränkt als Sonderausgaben mit der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Wünschen Sie eine Bestätigung über die Zahlung des Kirchgeldes, so vermerken Sie bitte zusätzlich „Quittung erbeten“ bei der Überweisung.

Kann ich mich von der Kirchgeldzahlung befreien lassen?

Ja, das geht. In begründeten Ausnahmefällen kann der Kirchenvorstand Ihnen das Kirchgeld erlassen. Dazu schreiben Sie einen begründeten, formlosen Antrag an den

Kirchenvorstand
der Ev.-Luth. Kirchgemeinde im Leipziger Süden
Selneckerstr. 7
04277 Leipzig

Sie können auch die im aktuellen Erhebungszeitraum gezahlte Landeskirchensteuer auf das von Ihnen zu entrichtende Kirchgeld anrechnen lassen, was in den meisten Fällen dazu führt, dass Sie damit Ihre Kirchgeldschuld beglichen haben. Hierzu ist es notwendig, dass Sie diesen Antrag ausfüllen und ihn an den Kirchenvorstand senden.

Kann ich mein allgemeines Kirchgeld auch in mehreren kleinen Beträgen überweisen?

Ja. Sie können Ihr allgemeines Kirchgeld gern in Einzelbeträgen, z.B. als monatlichen Dauerauftrag, auf das entsprechende Konto überweisen.

Bitte geben Sie im Verwendungszweck Kirchgeld [Jahr] und Ihren Namen und wenn möglich Ihre Kirchgeldnummer an. Bei mehreren Kirchgeldpflichtigen innerhalb eines Haushalts geben Sie bitte alle Kirchgeldnummern an. So kann eine korrekte Erfassung der Zahlungen erfolgen.

Kontoinhaber ist immer: Ev. Luth. Kirchgemeinde im Leipziger Süden

Bethlehemgemeinde IBAN: DE15 3506 0190 1800 2170 12

Gemeinde Connewitz-Lößnig IBAN: DE60 3506 0190 1636 8000 11

Gemeinde Marienbrunn IBAN: DE37 3506 0190 1800 2170 04

Peterskirche IBAN: DE90 3506 0190 1800 2170 20

Wünschen Sie eine jährliche Bestätigung über die Zahlung des allgemeinen Kirchgeldes, so vermerken Sie bitte zusätzlich „Quittung zum Jahresende erbeten“ bei der Einrichtung des Dauerauftrages.

Kann ich das allgemeine Kirchgeld auch anders als per Überweisung zahlen?

Ja. Alternativ können Sie das allgemeine Kirchgeld in bar in unseren Gemeindebüros zahlen. Die Sprechzeiten der einzelnen Orte sind:

Bethlehemgemeinde: Herr Thiel, Kurt-Eisner-Str. 22, Tel: Tel.: 0341 / 3018220, Öffnungszeiten:
Montag: 16.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch: 10.00 – 12.00 Uhr

Connewitz Frau Bartolomäus, Selneckerstraße 7, Tel: 0341 / 301 20 00, Öffnungszeiten:
Dienstag 15–18.00 Uhr
Donnerstag 10–12.00 Uhr

Lößnig Frau Bartolomäus, Bornaische Straße 121, Tel: 0341 / 330 20 15, Öffnungszeit:
Montag 13–14.15 Uhr

Gemeinde Marienbrunn Herr Graupner, Lerchenrain 1, Tel: 0341 / 8780541, Öffnungszeit
Dienstag: 10.00–12.00 Uhr
Donnerstag: 15.00–18.00 Uhr

Peterskirche Frau Hanson, Schletterstraße 5, Tel.: 0341 / 2131612, Öffnungszeiten:
Mittwoch: 16.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag: 9.00 – 11.30 Uhr

Kann ich das allgemeine Kirchgeld in meiner Heimatgemeinde zahlen?

Nein, das geht leider nicht.

Sie können Ihre Heimatgemeinde natürlich immer mit einer Spende unterstützen - aber um das Kirchgeld in eine andere Gemeinde als die an Ihrem Hauptwohnsitz zu zahlen, müssten Sie sich umgemeinden lassen. Falls Sie kürzlich umgezogen sind, kann es aufgrund von Verzögerungen bei der Datenübermittlung und dem Versand der Kirchgeldbriefe selten dazu kommen, dass Sie innerhalb eines Erhebungszeitraumes von zwei Gemeinden einen Kirchgeldbrief erhalten. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, wenden Sie sich bitte persönlich an uns.

Ich habe mein Kirchgeld schon gezahlt. Wieso bekomme ich einen Kirchgeldbrief?

Das Kirchgeld wird immer jährlich erhoben. Durch Verzögerungen der Buchungen der Überweisung kann es selten dazu kommen, dass Ihre diesjährige Zahlung zum Zeitpunkt des Versendens der Briefe noch nicht im System erfasst war. Wir bitten Sie deshalb um eine kurze Information darüber, dass Sie ihr Kirchgeld schon gezahlt haben.

Ich bin kein Mitglied der evangelischen Kirche. Wieso bekomme ich einen Kirchgeldbrief?

Die Stadt Leipzig hat Sie uns als Mitglied der evangelischen Kirche mit Hauptwohnsitz in unserem Gemeindegebiet gemeldet. Deshalb ist davon auszugehen, dass Sie im Melderegister der Stadt als solches registriert sind. Als Kirchgemeinde können wir keine Änderungen am städtischen Melderegister vornehmen. Bitte wenden Sie sich deshalb bei diesbezüglichen Nachfragen an das Standesamt der Stadt Leipzig.

Die Erhebung und Höhe des allgemeinen Kirchgeldes regelt u.a. die »Kirchensteuerordnung der evangelischen Landeskirche Sachsen« und die »Verordnung zum Kirchensteuergesetz über die Erhebung von Kirchgeld in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens«. Die Kirchgeldregelungen sind durch den Freistaat staatsaufsichtlich anerkannt. Die genannten Gesetze, Ordnungen und Verordnungen bleiben von oben stehenden – zum besseren Verständnis teils vereinfachenden – Antworten auf häufige Fragen in ihrer Rechtsgültigkeit unberührt.