Das Paul-Gerhardt-Jahr
Vor 350 Jahren, am 27. Mai 1676, ist der große evangelische Kirchenlieddichter Paul Gerhardt gestorben. Sein Großvater hatte in der damaligen Lößniger Kirche als Pfarrer gewirkt. Im Jahr 1934 erhielt die Connewitzer Kirche – bis dahin namenlos – den Namen »Paul-Gerhardt-Kirche«. Das Jubiläum ist daher Anlass für eine Reihe von Aktivitäten zum Gedenken an Paul Gerhardt.
Zwei Gemälde
In der Festwoche Anfang Juni haben wir zwei Gemälde in der Brauthalle der Paul-Gerhardt-Kirche aufgestellt: Zum einen ein wieder aufgefundenes Porträt von Paul Gerhardt aus dem Bestand der Kirchgemeinde. Und dem gegenüber ein künstlerischer Neuzugang: eine Schenkung der Familie unseres ehemaligen Pfarrers Hermann. Aus deren Besitz geht ein Gemälde an unsere Gemeinde, das die Paul-Gerhardt-Kirche abbildet.
So stehen zum Jubiläum die Kirche und ihr Namensgeber direkt nebeneinander.
Bildergalerie der Schüler
Seit Mitte Mai sind in der Gethsemanekirche Bilder ausgestellt, die Schüler zu einem Text von Paul-Gerhardt gezeichnet haben. Dort, in der alten Lößniger Kirche, hat der Großvater von Paul Gerhardt als Pfarrer gewirkt!
Kinder der Klassen 2 bis 4 der August-Hermann-Franke-Schule gestalten mit kleinen Kunstwerken eine Bildergalerie zu den Strophen von „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Die 15 Strophen des bekannten Kirchenliedes werden dazu ausgehängt, so dass die Besucher die Zuordnung der Bilder selbst erraten können. Viele Besucher freuten sich bereits an den wunderbaren Zeichnungen.
Sie sind herzlich eingeladen zu einem Besuch der Ausstellung. Die Gethsemanekirche ist täglich außer Montag von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Die Bilder können natürlich auch zu den Gottesdiensten betrachtet werden.
Paul Gerhardt im Portrait
Die Person und das Werk Paul Gerhardts im Bild einzufangen, war schon immer Gegenstand von Künstlern, obwohl oder auch gerade weil kein Bild überliefert ist, bei dem der lebende Paul Gerhardt Modell stand. Eine Auswahl von Portraits aus verschiedenen Jahrhunderten ist derzeit in der Paul-Gerhardt-Kirche zu sehen.
Paul-Gerhardt-Beete
Vor und neben unseren Kirchen in Connewitz und Lößnig entstehen „Paul-Gerhardt-Beete“, die die Blumen- und Pflanzenwelt der Dichtungen von Paul Gerhardt zeigen. Das ist Teil einer deutschlandweiten Aktion, zu der die Evangelische Kirche in Deutschland aufgerufen hat.
Briefe an Paul Gerhardt
Am 6. Juni fand ein großes Konzert in der Paul-Gerhardt-Kirche zum Zuhören und Mitsingen statt. Genau am 350. Todestag des berühmten Liederdichters und Namensgebers unserer Connewitzer Kirche luden wir zu einem moderierten Mitsingkonzert ein. Paul Gerhardt schrieb über 120 Lieder (erst letztes Jahr wurde nochmal eines entdeckt), um den Menschen von Gottes Liebe zu erzählen und ihnen Hoffnung und Trost zu spenden. Seine Texte sprechen immer wieder davon, dass Gott bei uns ist, was auch kommen mag. Und davon konnte Paul Gerhardt wahrhaftig »ein Lied singen«, denn er hat sehr viel Schweres erleben müssen – und Dank seines Glaubens tragen können.
Die »Briefe an Paul Gerhardt«, d.h. das Manuskript der dabei aufgeführten Einführung in das Leben Paul Gerhardts, können Sie hier nachlesen.
Liedgottesdienste
Die Predigt zum Liedgottesdienst, der am 3. Mai stattfand, können Sie hier nachlesen.
Die Predigt zum Liedgottesdienst am 21. Juni, gehalten von Prädikantin Böhner über »Geh aus, mein Herz«, können Sie gleich hier hören.
Politisches Abendgebet
Voraussichtlich im Herbst soll es ein politisches Abendgebet geben, bei dem interessante Aspekte im Denken, Streiten und Wirken des Pfarrers und Theologen Paul Gerhardt im Mittelpunkt stehen. Der Termin wird noch rechtzeitig mitgeteilt.
Weiteres
Auf der Website der Paul-Gerhardt-Gesellschaft finden Sie interessante und teils ausführliche Hinweise auf Bücher, z.B. „50 Blicke auf Paul Gerhardt“ und weitere Neuerscheinungen, Sie erfahren, wie viele „Mut-Strophen“ es in den Liedern von Paul Gerhardt gibt und können Ihr Wissen in einem spannenden Quiz zu Leben und Werk des Jubilars testen.