Rückblick auf Advent und Weihnachten 2022

Dank aus dem Krankenhaus

In diesem Sinne, ganz herzlichen Dank allen Kindern und Erwachsenen, die im November fleißig 500 Sterne gebastelt haben für die Patienten des St. Elisabeth-Krankenhauses. Wie ihr sehen könnt, haben sich die Patienten am 1. Advent sehr darüber gefreut. Der wieder spontan für den Tag entstandene Chor hat mit Adventsliedern ebenfalls viel Freude auf die Stationen gebracht.

Vielen Dank allen Sängerinnen und Sängern für diesen diakonischen Einsatz!

Diakonin Claudia Weiß

Weihnachten für kleine Menschenkinder: »Geschenke für das Kind«

Ein Geschenk war es für alle Besucher und das Team allemal, dass wir dieses Jahr wieder ohne Beschränkungen unser Weihnachten für kleine Menschenkinder und die gesamte Familie feiern konnten. So herrschte am Vormittag vor dem Heiligen Abend in der gut besetzten Paul-Gerhardt-Kirche eine Mischung aus buntem, aufgeregtem und gespanntem Treiben, aber auch andächtiger Stimmung. Viele Kleine und Große waren gekommen, um Weihnachten zu feiern und vom eigentlichen Geschenk der Weihnacht, dem Kind in der Krippe, zu hören. Im Minikrippenspiel, das die Eltern für die Kinder vorbereitet hatten, erzählten wir davon. »Geschenke für das Kind« war nämlich der Titel dieses besonderen Gottesdienstes. Als ihr Geschenk brachten die Kinder Sterne an die Krippe zum Jesuskind und schmückten sie damit. Unsere Kantorin hatte die Töne ihrer Flöte dabei. Das Talent für die Musik ist auch ein Geschenk, das die Kinder auf jeden Fall sehr faszinierte.

Was für ein Geschenk für alle, dass all das durch die fleißigen Krippenspieler sowie ehrenamtlichen Mitarbeiter aus dem Team, aber auch Helfer bei den Kirchendiensten möglich war. Danke allen, die es so ermöglicht haben, auch dieses Jahr wieder gemeinsam Weihnachten für kleine Menschenkinder zu feiern. Wer uns hierbei oder bei unseren Gottesdiensten für kleine Menschenkinder tatkräftig unterstützen kann, gut auch projektweise, melde sich gern bei mir. Das Team wünscht und freut sich über weitere Verstärkung, damit wir auch weiter diese Gottesdienste anbieten können.

Diakonin Weiß und Team

Krippenspiel der Kurrende: »Die Kinder von Bethlehem«

In der Paul-Gerhardt-Kirche spielte die Kurrende das Stück »Die Kinder von Bethlehem«, eine moderne Fassung der Weihnachtsgeschichte. Während die Erwachsenen sich um ihren Vorteil und Profit bemühen, erkennen die Kinder, was wirklich zählt: das Wunder der Weihnacht in sein Herz lassen.

Herzlichen Dank allen, die mitgemacht haben: den Schauspielern auf der Bühne genauso wie den Helfern hinter den Kulissen. Ihr habt uns eine wunderbare Weihnacht bereitet.

Kantorin Elisabeth Kindel

Krippenspiel der Christenlehre: »Familie Eylig sucht das Weihnachtswunder«

Mit einem lauten Türenknallen betraten sie am Heiligen Abend um 14:30  Uhr die Gethsemanekirche. Natürlich, wie immer, viel zu knapp dran für das Krippenspiel: Familie Eylig. Aber bitte mit Y nach dem E, darauf legen sie nämlich Wert! Auch wenn man denken könnte, der Name sei hier wohl eher Programm. Schließlich hatten es vor allem die drei Kinder eilig, denn sie wollten nur eines, endlich zu ihren Geschenken. Doch Mama wollte lieber erst mal das Krippenspiel sehen.

Schon waren alle Besucher der Christvesper mittendrin im diesjährigen Krippenspiel der Christenlehrekinder und haben sich selbst vielleicht auch so manches mal in den Rollen wiedererkannt. Mit Familie Eylig begaben sich die Zuschauer auf die Suche nach dem Sinn der Weihnacht. Gar nicht so einfach, wie sich herausstellte. Aber zum Glück haben Familie Eylig und allen Zuschauern vier schlaue Eulen im Laufe des Krippenspiels dabei geholfen, nicht nur den Sinn der Weihnacht zu finden, sondern sich auch auf den Weg zur Krippe zu machen. Dabei stellten die Eulen allen immer wieder Rätsel. Die Zuschauer waren eingeladen mitzuraten und haben dies auch fleißig getan. So waren die Besucher diesmal nicht nur Zuschauer, sondern mittendrin im Geschehen, was vielen großen Spaß machte.

Ein großer Dank allen Kindern, unseren Spielern, die so emsig geprobt haben mitten in der Krankheitswelle dieses Advents und so toll gespielt haben. Gott sei Dank waren alle rechtzeitig zur Aufführung wieder fit. Das war eine Freude, Euch spielen zu sehen und ein Segen! Herzlichen Dank allen Eltern, die an verschiedenen Stellen das Projekt unterstützt und tatkräftig geholfen haben, so ist es gemeinsam möglich geworden!

Sollte ihr Kind nun Lust bekommen haben, beim nächsten Mal dabei zu sein? Ab Herbst gibt es wieder die Möglichkeit mitzuspielen!

Diakonin Claudia Weiß / Fotos: Volkmar Kreiß

Krippenspiel des Spielkreises: »Aufruhr in Jerusalem III«

So langsam wurde es still im (Kirchen-) Schiff. Ab und an vernahm man, gern auch lang anhaltend, akustische Einwürfe, von der »Nicht-Zielgruppe«. Das Krippenspiel der zweiten Christvesper ist seit vielen Jahren schon eher die Kost für den Theaterliebhaber. Und man musste wieder sehr genau hinhören und aufmerksam sein, um alle Ideen, Facetten und Pointen, die das Stück bot, mitzubekommen. Der omnipräsente Engel ist dafür ein gutes Beispiel. Erst am Schluss wird die Rolle des Engels, der sich scheinbar ohne Funktion ständig im Bild aufhält, erläutert. Indem er sagt: »Ich störe da, wo man sich zu behaglich eingerichtet hat.“ Das ist starker Tobac. Wir müssen und dürfen uns ganz schön was bieten lassen und werden eingeladen, gern auch mal über unsere Beziehung zu Gott nachzudenken. Die Gebete der Menschen seien monoton und inhaltsleer. Wann hätten wir Menschen denn Zeit für Gott? »Soll er uns einen Termin anbieten? Soll er eine Nummer ziehen? Darf er im nächsten Quartal wieder vorsprechen?«

Doch von vorn: Der in Bethlehem neu geborene König der Juden wirbelt im Palast des Herodes Einiges durcheinander. Über eine neue Hauptstadt wird laut nachgedacht, Bethlehem statt Jerusalem. Aber das hieße ja, dass bestehende Bauwerke noch einmal völlig neu erdacht werden müssten, denn das Wasser eines Aquäduktes lässt sich schwer agitieren, dass es die Gesetze der Physik zu verlassen habe. Und wie im richtigen Leben sind da auch immer Akteure mit am Start, die nicht wir“klich alles mitbekommen, gern aber ihre Mitmenschen mit unqualifizierten Nachfragen in Stimmung bringen, wie mit dem Satz: »Sind wir nun auf die Verlegung der Hauptstadt vorbereitet oder nicht?«

Auch Herodes kann einem Leid tun: Urplötzlich und ohne aufgehalten worden zu sein stehen drei Hirten vor ihm (Dafür ist doch mit Sicherheit jemand zur Verantwortung zu ziehen!?). Sie erzählen immer wieder von einem Stall. Doch harte Fakten lassen sich diese herrlich gespielten schlichten Gemüter nicht entlocken. Im dritten Akt, der Wirtshausszene, darf der Gottesdienstbesucher aufatmen: Die Soldaten haben den neuen König nicht gefunden. Damit sie nicht mit leeren Händen dastehen, nehmen sie wenigstens die Krippe mit – drollig.

Alles, was wir über die Heilige Nacht in Bethlehem wissen müssen, erfahren wir durch Hörensagen. Darin haben wir Menschen eine lange Tradition. Im Skript wunderbar herausgearbeitet und sehr authentisch auf die Bühne gebracht sind da auch zutiefst angepasste, bequeme und opportunistische Standpunkte: »Ich weiß nicht, ob ich mir so weitgehende Veränderungen vorstellen kann, am besten bliebe alles wie es ist.« Erstaunlich bleibt, dass einige Menschen vor einem Kind Angst haben. Dabei ist die Botschaft von Weihnachten verblüffend einfach und beglückend: Euch ist heute der Heiland geboren!

Nach dem Stück, es geht nicht anderes, wurde allen Akteuren (Drehbuch, Regie, Kostüme, Schauspiel, Souffleuse, Beleuchtung, technische Unterstützung, Modellbau) mit einem herzlichen Applaus gedankt.

Thomas Mucke / Fotos: Thomas Noack

Hirtenkostüme dringend gesucht

Leider hat bei den Kostümen in Lößnig ein Schädlingsbefall zugeschlagen, so dass unsere Hirtenkostüme entsorgt werden mussten.

Wer noch etwas Brauchbares als Kostüm für Hirten bzw. gern auch passende Hüte hat (auch für Kinder) und nicht mehr benötigt, kann uns damit sehr weiterhelfen und sie im Pfarramt zu den Sprechzeiten abgeben – damit wir hoffentlich nächstes Jahr die Hirten in unserem Krippenspiel wieder entsprechend einkleiden können.

Sollte Echtfell dabei sein, ist es wichtig, dass dieses in einem guten Zustand und mottenfrei ist.

Diakonin Claudia Weiß

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