Konfirmanden

Mit dem Konfi-Kurs laden die ev.-luth. Gemeinden Sachsens junge Leute der 7. und 8. Klasse ein, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Wir wollen Raum geben für die Fragen, die sich am Ende der Kindheit stellen und Gemeinschaft ermöglichen. So können wir Menschen ermutigen, eine eigene Entscheidung zu treffen.

»Du stellst meine Füße auf weiten Raum.«
Psalm 31,9

Für manche klärt sich erst im Laufe des Kurses, ob sie konfirmiert werden wollen oder nicht. Das ist in Ordnung so, denn diese Entscheidung können und sollen die Konfis erst im Lauf des Kurses treffen. So ist der Konfi-Kurs offen für alle – für Getaufte und Ungetaufte, für Unsichere und Sichere. Und natürlich für deren Freunde …

 

Konfirmandengruppen im Schuljahr 2022/23

Konfi-Kurs Klasse 8: »Sterne des Südens«

Für die »Sterne des Südens« geht es ins zweite Konfi-Jahr und in Richtung Konfir­mation.

Wir treffen uns weiter mittwochs in den ungeraden Wochen. Hinzu kom­men weitere Termine, zum Beispiel die Konfi-Rüstzeit in der ersten Winter­ferien­woche, ein Vor­stellungs­gottes­dienst Ende März sowie eine Probe vor dem Konfir­mations­gottes­dienst. Gemeinsam fragen und suchen wir ver­tieft: Was bedeutet Glaube für mich? Am Ende steht eine Entschei­dung für die Konfis an, Ja zum Glauben zu sagen und zu dem, was dieser für ihr Leben bedeutet.

Ich freue mich, zusammen mit Pfarrer Jörg Sirren­berg diesen Weg der Jugend­lichen bis zum Ende meiner Vikariats­zeit im Februar 2023 begleiten zu dürfen.

Vikarin Claudia Friedrich

Klasse 7: Neuer Kurs – neues Konzept

Der Konfikurs für die Jugend­lichen der 7. Klasse startet erst im Mai 2023!

Die Idee ist, dass wir statt 19 Monate nur 12 Monate lang als Konfigruppe mit­einander unterwegs sind, dafür aber intensiver. Der Plan ist, dass wir uns in diesen 12 Mona­ten wöchent­lich für 1 ½ Stunden treffen (vielleicht auch einmal im Monat statt­dessen am Samstag­vormittag). Außerdem soll ziemlich am Anfang gleich vor den Sommer­ferien eine Freizeit statt­finden, bei der wir als Gruppe zusammen­wachsen können.

Was versprechen wir uns davon? Die Konfigruppe kann sich schneller kennen­lernen, die einzelnen Einheiten können vielfältiger und intensiver gestaltet wer­den. Durch die verkürzte Gesamt­zeit lassen sich, so hoffen wir, Konfizeit und andere Hobbys besser mit­einander ver­einbaren. Die Erfahrung an anderen Orten zeigt, dass die Lust auf eine weitere Beteili­gung am Gemeinde­leben nach einer kompak­ten, inten­siven Konfizeit im Durchschnitt höher ist als nach dem bisherigen Modell.

Haben Sie weitere Fragen oder Anre­gungen zum neuen Modell? Dann wenden Sie sich gerne an mich.

Pfarrerin Ruth Alber

Rückblick auf die Konfirmation 22 ...

Bronzekreuz Ich bin alle Tage bei euch

Ein wunderbar sonniges Wochenende hat uns der Himmel beschert, als wir am 7. und 8. Mai die Konfirmation von über 40 Jugendlichen in der Paul-Gerhardt-Kirche feierten. Die vier Gottesdienste standen unter dem Motto »Denn Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.«

Ist dieser Spruch aus dem 2. Timotheus­brief nicht aktueller denn je? Grassiert nicht gerade unter Jugend­lichen heute die Zukunfts­angst, größer und womöglich globaler als in früheren Generationen? Dass von Gottes Geist, von seinem Kraft­feld her, die Angst in Schranken gewiesen wird und Kraft und Liebe und Beson­nen­heit sich ausbreiten, wollten wir den Jugend­lichen mit auf den Weg geben. Was brauchen diese Jugendlichen und unsere Welt nötiger als das?

Wir haben viermal einen feierlichen Einzug der Konfirman­dinnen und Konfir­man­den erlebt und dabei sehr viel Dankbar­keit verspürt für diese jungen Menschen. Begabt sind sie alle, jede und jeder besonders. Sie konnten sich spürbar – mit einem erfrischen­den Tropfen Wasser – an Gottes Ja erinnern, das er in der Taufe zu ihnen gesprochen hat. Gottes Begleitung wurde ihnen zugesprochen und sie wur­den beschenkt, u.a. mit einem Bronzekreuz, das die Inschrift trägt: »Ich bin alle Tage bei euch.« Mit dieser Gewissheit lebt es sich anders, befreiter!

Ein großes Dankeschön allen, die die Konfirmanden­zeit mit­gestaltet haben und allen, die die Konfirmations­gottesdienste zu einem so feierlichen Ereignis machten.

Pfarrerin Ruth Alber

... und auf die Konfizeit

Die Jugendlichen dieses Konfi­jahrgangs 2020-22 hatten es nicht leicht, denn ihre Kon­firmanden­zeit war ganz von der Corona-Pandemie geprägt. Wir konnten uns zeitweise nur virtuell treffen, also per Video­konferenz am Computer. Aber das ist nicht das Richtige. Davon hatten wir ziemlich schnell die Nase voll. So haben wir uns immer wieder in kleinen Grup­pen getroffen und so viel wie möglich im Freien unter­nommen: Über die Gebote zum Beispiel haben wir im Januar auf ei­nem Spielplatz gesprochen. Was es mit Weih­nachten und mit der Weihnachts­geschichte auf sich hat, haben wir auf einem Spaziergang im Auwald besprochen. Manches ist auf der Strecke geblieben, manches Thema haben wir bloß gestreift oder gar nicht so richtig behandelt.

Im­merhin: Wenigstens eine Konfifahrt ha­ben wir mit­einander erlebt – auf Schloss Mansfeld. Ganz wunderbar war es, dass wir ein richtiges »Konfiteam« hatten, bestehend aus jungen Erwach­senen, die die Konfi­treffen mit gestaltet haben und für die Jugendli­chen wichtige Ansprech­partner und Ansprech­partne­rinnen geworden sind. Ein großes Danke­schön an unser Team!

Konfirmation ist eher ein Zwischen­stopp bei der Erkun­dung des Glaubens als ein Endpunkt. So ist es immer und dieses Mal erst recht. Ich hoffe von Herzen, dass die Jugendli­chen, die sich nun auf ihr großes Fest vor­bereiten, dranbleiben am Glauben und auf die Konfir­mations­frage »Willst du in diesem Glauben bleiben und wachsen?« gerne »Ja« sagen.

Im Namen des Konfiteams

Pfarrerin Ruth Alber

Konfifahrt auf Schloss Mansfeld

Eindrücke vom Vater eines Konfirmanden,

der eigentlich gar nicht wollte, dass der Vater mitfährt: Wie soll ich es sagen, ich hatte noch nie 33 gestaltete Bilder von Gott hinter mir im Auto auf dem Rücksitz. Doch genau die hatte ich das erste Mal in meinem Leben dabei, als ich Sonntagnachmittag von der Konfifahrt zurück nach Leipzig fuhr.

Ich blicke voller Dank auf diese Tage, an denen ich Zaungast als beglei­tender Vater sein durfte. Am Freitag hatten die jungen Menschen die Aufgabe, einen Einblick in ihre Vorstellung von Gott sichtbar zu machen. Und es ent­standen 33 verschie­dene Darste­llungen von Gott, von dem man sich ja eigentlich kein Bild machen soll, aber von dem man doch irgendwie eine Idee oder ein Bild im Kopf hat. Jeder Konfirmand bekam eine Holzfliese, darauf nahm das innere Bild Gestalt an. Ich kam in dem Moment dazu, als die jungen Menschen sich über ihre Vorstel­lungen austauschten und Nachfragen stellten. Alle waren interessiert dabei und staun­ten über die Viel­seitigkeit der Kreationen.

Und was gibt es noch zu berichten? Am Morgen und Abend wurde der Tag mit einer Andacht begonnen und beendet. Nach dem Frühstück machten sich die Konfis an die Arbeit, setzten sich mit der Geschichte vom verlo­renen Sohn, mit sich selbst und ihren Vorstel­lungen »eines Konfir­manden« auseinander. In kleinen Gruppen haben sie mit viel Spaß und Freude thematisch gearbeitet. Nach­mittags gab es einen kreativen Teil: Jede Gruppe konnte sich ein Märchen aussu­chen und in der märchen­haften Kulisse des Schlosses einen Hinter­grund wählen und dort die Geschichte in Eigenregie auf­führen. Es wurde viel gelacht, mit Freude gespielt, alle waren begeistert dabei, die Gruppe wuchs zusammen und schlüpfte gemeinsam in eine andere Rolle.

Am letzten Abend konnten alle das ma­chen, was sie gerne tun wollten, und das sorgte für eine lockere Atmosphäre. Am Sonntag kam der absolute Höhe­punkt der Fahrt: Ein Gottes­dienst, an dem jeder auf seine Weise beteiligt war, ob in Psalm­gruppe, Segens­gruppe, Fürbitten­gruppe, Lieder­gruppe oder Gebets­gruppe. Dieser Gottes­dienst war erfüllt von den Gedanken, den Liedern, Ideen und Hoffnungen der Jugendlichen.

So einen berührenden Moment in Gemein­schaft unter dem Dach von Kirche habe ich bisher selten erlebt. Ich bin froh und dankbar, dass ich dabei sein und mit ihnen singen, spielen und beten konnte. In diesem Sinne möchte ich die Eltern ermutigen. Wenn es wieder die Möglichkeit geben sollte, dann bringt Euch ein und beteiligt Euch, es lohnt sich. Und zum Schluss noch ein ganz, ganz großes Danke­schön an Ruth Alber, Char­lotte Bornemann, Nathan und Fabian, ohne die diese Fahrt nicht so möglich ge­wesen wäre!

Carsten Okon

Kontakt Konfirmanden

Klasse 8
face   Pfarrer Jörg Sirrenberg
local_phone   (0341) 64 02 98 42
face   Pfarrer Dr. Gerhard Bergner
face   Vikarin Claudia Friedrich
Klasse 7
face   Pfarrerin Ruth Alber
mail   Ruth Alber
local_phone   (0341) 974 26 87