Posaunenchor »Paul Gerhardt«
Der Posaunenchor hat in der Connewitzer Gemeindegeschichte eine lange Tradition: er wurde bereits im Jahre 1922 gegründet.
1958 erfolgte eine wesentliche Verstärkung des Chores durch Zusammenlegung mit dem Jungenkreis der JG, der von nun an durch Hermann Stiehler geleitet wurde. Gunter Regitz übernahm 1978 dessen Leitung und führte ihn bis ins Jahr 2000. Seitdem wird der Posaunenchor von Rüdiger Heyne geleitet.
Der Chor verfügt heute über ein Repertoire von klassischer Kirchenmusik bis zur zeitgenössischen Musik und »leichten Muse«. Er ist als Klangkörper über die Gemeinde- und Stadtgrenzen hinaus bekannt. Er probt immer dienstags um 19.30 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus, Selneckerstraße 7.
An offiziellen, »großen« Auftritten kommen jährlich etwa 30 zusammen, aber dazu kommen viele kleinere Bläserrunden bei Feiern im Gemeinde-, Familien- oder Freundeskreis. Einmal im Jahr wird übers Wochenende eine Bläserfahrt organisiert. Ein Höhepunkt der letzten Zeit war der Konzertante Gottesdienst am 2. Oktober 2022, mit dem unser Posaunenchor den 100. Jahrestag seiner Gründung beging.
Jungbläser gesucht!
Wer hat Lust und Zeit, Posaune oder Trompete spielen zu lernen?
Wie: Mit dem Posaunisten Lars Proxa, der regelmäßig mit Euch üben wird.
Wo: Im Paul-Gerhardt-Haus.
Wann: Das würden wir nach einem ersten Treffen gemeinsam vereinbaren.
Wer: Jeder oder Jede, der bzw. die Lust am Musizieren mit anderen Menschen hat und sich vorstellen kann, später im Posaunenchor »Paul Gerhardt« mit dabei zu sein. Kinder, Jugendliche, aber auch ältere Menschen sind herzlich eingeladen!
Ansprechpartner: Carsten Okon, Telefon 0177 159 82 10
Connewitzer Turmblasen
Am 8. Dezember 2015 fand das 1. Connewitzer Turmblasen statt. Vom frisch sanierten Turm der Paul-Gerhardt-Kirche erklang vorweihnachtliche Bläser-Musik, gespielt von Musikern des Posaunenchors »Paul Gerhardt«. Auf dem Kirchenvorplatz konnten sich die Zuhörer am Glühwein wärmen.
Der Andrang übertraf die Erwartungen der Organisatoren vom »connewitzer kulturkreuz e. V.« bei weitem, und am Glühweinausschank stand stets eine längere Warteschlange, was aber niemandem etwas ausmachte, konnte man doch die Bläsermusik in der Schlange genausogut hören wie nebenan.
Der Glühweinausschank, auf Wunsch verbunden mit dem Erwerb der eigens für diesen Anlass hergestellten Tasse, erbrachte insgesamt etwa 900 Euro, die zugunsten der Sanierung des Eingangsportals der Paul-Gerhardt-Kirche übergeben wurden. Auch der »Förderverein Paul-Gerhardt-Kirche Leipzig-Connewitz e.V.«, der seit 2024 die Organisation des Glühweinausschanks übernommen hat, widmet den Gesamterlös vollständig der Sanierung der Kirche.
Seit 2015 gehört das Connewitzer Turmblasen nun zum Adventsgeschehen im Stadtteil, und es findet inzwischen regelmäßig am Abend des Nikolaustages, ab 18:00 Uhr, statt.
Rückblicke
Statt wöchentlicher Chorproben zog es die Bläser vom Posaunenchor »Paul-Gerhardt« in den Monaten Juli und August 2025 jeden Dienstag in eine Pflegeeinrichtung, um den Bewohnern dort eine Freude zu machen.
Ob im St. Elisabeth-Krankenhaus, im Matthäi-Stift oder im ASB-Seniorenheim »Haus am Silbersee« zu Gast, immer waren alle Stimmgruppen trotz Urlaubszeit besetzt, sodass ein vielfältiges musikalisches Programm gespielt werden konnte.
Insgesamt 19 Personen (Bläser und Familienangehörige) haben sich vom 3.5. bis 5.5.2024 auf den Weg in die freie und Hansestadt Hamburg zum 3. evangelischen Posaunentag gemacht, wo sie gemeinsam mit 14990 Bläsern aus allen Bundesländern und sogar aus Südafrika gemeinsam musiziert haben, zur Ehre Gottes.
Bereits beim Eröffnungsgottesdienst stellte sich eine unbeschreibliche, angenehme Stimmung der Zusammengehörigkeit ein. Bei der Probe zu den beiden Großveranstaltungen (Serenade und Gottesdienst) wurde deutlich, dass es gar nicht so einfach ist, musikalisch beieinander zu bleiben, deshalb erging an alle Bläser der Hinweis, lieber zuweilen falsche Töne an der richtigen Stelle zu spielen, als viele richtige Töne an der falschen Stelle. Das hat dann auch ganz gut geklappt, bei der abendlichen Serenade auf der Jan-Fedder-Promenade an der Elbe, für viele der Höhepunkt der Posaunentage, dirigiert vom sächsischen Landesposaunenwart Jörg-Michael Schlegel.
Vorher musizierte unser Posaunenchor im Hospital zum Heiligen Geist, viele der alten Bewohner bedankten sich aufs Herzlichste für die tolle Musik, ausgewählt und zusammengestellt von unserem Posaunenchor-Leiter Rüdiger Heyne.
Am Sonntag, dem dritten regenfreien Tag, erlebten und gestalteten wir einen eindrucksvollen Gottesdienst im Stadtpark und gingen fröhlich, beschwingt, manche beseelt wieder in die verschiedenen Himmelsrichtungen auseinander, wissend, dass es bestimmt wieder einen Posaunentag, bei dem natürlich auch Trompeten, Euphonien und Tuben erlaubt sind, stattfinden wird.
Text: Thomas Mucke / Fotos: Anke Tschichholz