Neue Begegnungsstätte auf dem Friedhof
Am Johannistag 2025 war es so weit: Das Friedhofsteam hatte eingeladen, die neue Begegnungsstätte einzuweihen, und zahlreiche Interessierte kamen.
Zunächst begrüßte Pfarrerin Ruth Alber die Gekommenen, und danach gab es erst einmal reichlich Kaffee und Kuchen für alle. Viele kannten sich, von der Gemeinde oder halt vom Friedhof her, und kamen schnell ins Gespräch.
Dann bot Friedhofsmeister André Michalczyk einen Rundgang über den neugestalteten Bereich an. In der Mitte fällt zunächst einmal der Pavillon in den Blick, in dem man auch bei nicht ganz so gutem Wetter geschützt sitzen, miteinander sprechen und einen Kaffee (oder Kakao) zu sich nehmen kann – den ein Automat serviert, und der beim Mitbringen eines eigenen Trinkgefäßes sogar Rabatt gewährt. Ebenfalls zentral und nicht zu übersehen ist ein großer Findlingstein, der auf dem Friedhof gefunden wurde und nun zu einer »ewigen Quelle« veredelt worden ist; eine Friedhofsbesucherin berichtete, dass die Vögel die Möglichkeit, einen Trank zu nehmen, gern wahrnehmen.
Die wie Hochbeete aussehenden, erhöhten Bereiche sind für Grabstätten vorgesehen, zu denen Hinterbliebene im Rollstuhl gehören. Ein Bereich hat schon eine hochwertige Bepflanzung erhalten, die übrigen sind derzeit noch mit einjährigen Blühpflanzen bewachsen und werden erst nach und nach gärtnerisch fertiggestellt. Das Gestell für eine Pergola ist aufgestellt, aber auch dort muss sich der Bewuchs erst noch einstellen; damit soll eine Sicht- und Schallblende zwischen dem Kommunikationsbereich und dem Vorplatz zur Trauerhalle geschaffen werden.
Alles in allem eine »runde Sache«, und wir Friedhofsbesucher möchten Ihnen, lieber Herr Michalczyk, und Ihrem Team ein herzliches Dankeschön sagen!
Wolfram Herwig
Baumspende für den Friedhof
Die Paul-Gerhardt-Kantorei unserer Gemeinde hat im vergangenen Jahr in ihren Reihen Spenden für einen neuen Gedenkbaum auf dem Friedhof Connewitz gesammelt. In unserem Auftrag konnte so schon zum Ewigkeitssonntag 2024 eine junge Sommerlinde gepflanzt werden.
Als am Ostermontag das Foto entstand, war der kleine Baum mit seinem Laub noch in Wartehaltung. Doch jetzt, im Frühsommer, hat er seine Blätterpracht entfaltet, und man kann ihn bei einem Spaziergang über den Friedhof auf dem Hauptweg bis zum Rondell gut finden.
Auf der davor befindlichen Tafel sind, einer guten Tradition folgend, die Spender mit einer Widmung aufgezeigt. Spätestens zum Johannistag, wenn dort, ganz in der Nähe, wie alle Jahre Kantorei und Gemeinde gemeinsam singen und beten werden, kann dieses Gedenkbäumchen auch von allen Chormitgliedern entdeckt werden.
Mit der Sommerlinde möchte die Kantorei besonders ihrer bereits verstorbenen Mitglieder und ihres langjährigen Kantors Johannes Muntschick gedenken. Gerade in letzter Zeit kam die Chorgemeinschaft zum Abschiednehmen hier auch wiederholt zusammen.
Letztendlich wollen wir aber mit dem bekannten Lied von Paul-Gerhardt »Du meine Seele, singe …« alle Besucher des wunderbar gepflegten Gemeindefriedhofs zum Lobe Gottes, auch in schweren Zeiten, ermutigen.
Gudrun Hartmann im Namen der Paul-Gerhardt-Kantorei